Flohbisse beim Menschen behandeln

Wie sehen Flöhe aus. Wie sehen Flohbisse aus. Mittel gegen Flöhe.

Der Floh

Flöhe sind 2-5 mm groß und springen bis zu 60 cm hoch.

Flohbisse beim Menschen- Floh

Ein Floh unter der Lupe, ca. 8-fach vergrößert.

Flohbisse

Die Bisse können starken Juckreiz verursachen.

Bild Flohbisse, Flohstiche beim Menschen behandeln

Flohbisse, typische sogenannte "Flohleiter" am Bein eines Menschen

Mittel #1

Ein elektronischer Stichheiler ist das Mittel der Wahl.

Insektenstiche behandeln mit Bite Away Sticheiler

Hitzebehandlung gegen Insektenstiche mit Bite Away Stichheiler.

Mittel #2

Ein kühlendes Gel oder ein kalter Umschlag können helfen.

Kühler Umschlag zur Insektenstiche Behandlung

kaltes Wasser für kühlenden Umschlag

Bitte beachten Sie: Die Texte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Sie ersetzen auf keinen Fall den Besuch beim Arzt.

Wie sehen Flöhe aus?

Wie Sie Flöhe erkennen. Wie leben sie. Wo sind sie zu finden.

Flöhe kommen mit etwa 1500 Arten auf der ganzen Welt vor. Sie sind Parasiten und leben vom Blut von Warmblütern, also Vögeln und Säugetieren inklusive dem Menschen. Etwas 70 Floharten finden wir in Mitteleuropa.

In der Regel haben verschiedene Floharten ihre besonders bevorzugten Wirte, nehmen aber durchaus auch Mahlzeiten bei anderen Wirten mit. So bevorzugt der Hundefloh nach Möglichkeit Hunde. Aber wenn kein Hund in der Nähe ist, schmeckt ihm auch Menschenblut. Außer dem Menschenfloh findet man daher auch den Hundefloh, den Katzenfloh, den Hühnerfloh und den Rattenfloh als Schmarotzer bei Menschen.

Haben Sie schon einmal einen Floh gesehen? Flöhe sind rötlich- braun bis tiefschwarz und haben keine Flügel. Menschenflöhe sind 2-5 mm groß und damit mit dem bloßen Auge gut wahrzunehmen. Sie springen mit ihren kräftigen Sprungbeinen gut 30 cm weit und bis 40 cm hoch. Ihr Körper ist sehr schmal, wie seitlich zusammen gedrückt. Ihr Chitin- Panzer ist hart und glatt. Die Körperform ist praktischer Weise so gestaltet, dass der Floh nach dem Anspringen eines Wirtes gut in dessen Körperbehaarung vordringen können und auch nicht wieder herausfällt.

Flöhe können allenfalls hell und dunkel unterscheiden. Sie orientieren sich also nicht nach dem Sehsinn. Sie sind jedoch mit einer sensiblen Wahrnehmung für Temperaturunterschiede ausgestattet. Anscheinend registrieren sie mit ihrem Tastsinn auch die Bodenerschütterungen, die seine Opfer verursachen.

Nach einer Blutmahlzeit verlässt der Floh seinen Wirt in der Regel und zieht sich in einen ruhigen Winkel zurück. Daher finden sich die Schmarotzer vor allem in Nest oder Behausung des Wirtes. So findet die Übertragung auch nur ausnahmsweise von Mensch zu Mensch statt. Vielmehr wird man angesprungen, vom Boden oder dem Nest oder auch von einem Tier aus. Ein gestorbener Wirt wird übrigens sofort verlassen, zum Beispiel springen die Hühnerflöhe beim Schlachten ab und auf Menschen in der Nähe über. Daher können nach dem Schlachten besonders viele Flohbisse bei Menschen festgestellt werden.

Die Weibchen lassen täglich 2-5 Eier fallen, die sich dann im Bodenstaub finden. Nach 5 Tagen schlüpft die Larve aus dem Ei. Die Larve ist von weißlicher Farbe und wird bis 7 mm lang. Sie hat keine Beine, ist also eine Made. Sie saugt kein Blut, sondern lebt von organischen Stoffen im Bodenstaub. Sie braucht eine Umgebungstemperatur von 18 bis 27° C sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit von 70%. Stimmen diese Bedingungen nicht, geht eine Flohlarve in kurzer Zeit ein. Nach zwei Häutungen im Laufe von etwa 15 Tagen spinnt sie sich in einen Kokon, den sie nach einer weiteren Woche als erwachsener Floh verlässt.

Flöhe können mehrere Monate ohne Nahrung auskommen und haben eine Lebenszeit von 1 bis 2 Jahren. Sie sind am aktivsten, wenn die klimatischen Bedingungen für sie optimal sind. In Südeuropa ist dies von Juni bis in den Herbst hinein der Fall, in Nordeuropa von August bis September.

Ameisen und Milben stellen den Flohlarven nach und sind daher natürliche Feinde. Eine Methode zur Bekämpfung kann darauf jedoch leider nicht aufgebaut werden.

Flohbisse beim Menschen- Floh

Ein Floh unter der Lupe, ca. 15-fach vergrößert.

Flohbisse beim Menschen erkennen

Wie sehen Flohbisse aus. Flohstiche erkennen.

Die Mundwerkzeuge am Oberkiefer des Flohs sind zu Stechborsten mit winzigen Sägezähnen gestaltet, daher ist die Bezeichnung "Flohstich" die eigentlich richtige, obwohl man meistens von "Flohbiss" spricht. Durch den Stechkanal lässt der Floh zunächst seinen Speichel in die Wunde fließen, bevor er das Blut ansaugt. Der Speichel enthält Stoffe zur Gefäßerweiterung und bewirkt den Blutaustritt aus kleinsten Blutgefäßen.

Wie können Sie Flohbisse bei Menschen erkennen? In der Regel wird ein Floh Sie vom Boden oder von einem befallenen Tier aus anspringen. Sie bewegen sich dann gern weiter bis unter die Kleidung, aber auch auf nackten Beinen oder Armen lassen sie ihre Blutmahlzeit nicht aus. Ein typisches Erkennungszeichen bildet die sogenannte Flohleiter. Sie können dann einen Anzahl Stiche, meistens 3 bis 5, in einer losen Reihe mit etwa ein bis zwei Zentimeter Abstand finden.

Direkt um den Einstich herum bildet sich ein kleiner, blauroter Fleck und bei vielen Menschen außerdem Quaddeln. Es kann heftiger Juckreiz entstehen. Flohbisse beim Menschen können genauso furchtbar jucken wie bei Hunden oder Katzen.

Wenn Menschen häufig gestochen werden, scheinen sie unempfindlich zu werden und bemerken kaum noch ein Jucken. Auch die Hautreizung wird geringer, und es treten nur noch sehr kleine, bläuliche Punkte auf.

Bild Flohbisse, Flohstiche beim Menschen behandeln

Flohbisse, typische sogenannte "Flohleiter" am Bein eines Menschen

Sind Flohbisse beim Menschen gefährlich?

Flohbisse sind in Deutschland normalerweise ohne Gefahr.

Sie können beruhigt sein, Flöhe und Flohbisse beim Menschen sind in Europa heute normalerweise nicht gefährlich.

Jedoch können verschiedene Krankheiten können von Flöhen übertragen werden. Am bekanntesten ist sicherlich die Ansteckung mit Pestbakterien durch Flohbisse bei Menschen. Wussten Sie, dass in Europa innerhalb weniger Jahre 25 Millionen Menschen der Pest zum Opfer gefallen sind? Allerdings ist dies unter den heutigen Bedingungen so nicht mehr möglich. Tatsächlich ist die Pest nicht ausgerottet, wie man einige Zeit glaubte. Jedoch kommt die Krankheit bei uns nicht vor und läßt sich auch sehr einfach behandeln.

Auch gab es Fälle, in denen Bandwürmer von Flöhen übertragen wurden, wenn diese zufällig in die menschliche Nahrung geraten. Doch das ist wirklich selten der Fall.

Die Gefahr von Flohstichen liegt also vor allem darin, daß man sich wegen des heftigen Juckens die Haut aufkratzt und sich dabei infiziert. Falls man sich so eine Infektion zugezogen hat, sollte man einen Arzt aufsuchen, da die Wunde sehr schlecht abheilt.

Mittel gegen Flöhe im Haus - Flohbekämpfung

Was tun gegen Flöhe.

Sie haben aber verschiedene Möglichkeiten, die Sie zu  Hause anwenden können, solange der Befall noch nicht sehr ausgedehnt ist.

  • ​Häufiges Staubsaugen dezimiert eine Flohbevölkerung massiv!
  • Eine einfach Flohfalle mit Wärmequelle können Sie selber bauen oder kaufen.
  • Ungezieferspray* oder einen Vernebler*  mit für Insekten tötlichem Gas. Dabei sollten Sie sich genau an die Anweisung halten und die Dämpfe keinesfalls selber einatmen.
  • Pulver zum Ausstreuen enthält häufig Pyrethrum, ein natürliches Insektizid aus Chrysanthemen, das als Kontaktgift auf Insekten wirkt und für Warmblütler und Pflanzen unschädlich sein soll. Eine Alternative mit vielen guten Bewertungen finden Sie in Kieselgur*.

Menschen und Haustiere müssen von Flöhen befreit werden. Für Tiere können Sie Flohpulver oder Flohhalsbänder* benutzen. Bei Menschen reicht hier ein Bad und Kleiderwechsel.

Für eine wirksame Bekämpfung müssen Sie sich aber den Brutstätten zuwenden.

  • Müll und Unrat nicht im Haus lagern. Hier findet Ungeziefer ungestörte Rückzugsorte.
  • Ecken und Ritzen von Fußböden peinlich sauber halten, um Flöhe in der Wohnung zu dezimieren.
  • Auch in Betten alle Ritzen gründlich mit Staubsauger mit Fugendüse reinigen. Flöhe im Bett sind besonders unangenehm.
  • Wäsche und Bettwäsche in die Waschmaschine.

Trockene Hitze über 50°C macht einer Flohpopulation den Garaus, ist aber nur mit starken Heizgebläsen zu erreichen. Am besten lassen Sie dies von einer darauf spezialisierten Firma durchführen. Lizensierte Fachfirmen haben außerdem die Möglichkeit, giftige Gase oder Pulver in größerem Maßstab einzusetzen. Für Privatpersonen ist das aus gutem Grund nicht erlaubt.

Flohbisse beim Menschen behandeln

Was tun, wenn man gestochen wurde.

Gegen den Juckreiz von Flohbissen gibt es ein paar recht einfache Methoden.

  1. Nicht kratzen, auch wenn es schwer fällt! Kratzen bringt zwar eine momentane Erleichterung, aber es werden dabei weiter Histamine in der Haut gebildet, so dass es kurz darauf noch stärker juckt als vorher. Zudem steigt das Risiko, beim Kratzen die Haut zu verletzen und sich Infektionen einzufangen.
  2. Oft hilft nach einem einfachen psychologischen Prinzip einfach Ablenkung. Je mehr Gedanken und Aufmerksamkeit um den Juckreiz klreisen, umso stärker nimmt man ihn auch wahr.
  3. Wenn Sie Flohbisse und andere Insektenstiche behandeln wollen, hat man in den meisten Fällen mit der Hitzemethode grossen Erfolg, solange die Anzahl der Stiche überschaubar ist. Verwenden sie dazu eine der unter Hitze gegen Mückenstiche beschriebenen Methoden , am bequemsten ist natürlich ein elektronischer Stichheiler. Mit einer einfachen Anwendung, möglichst gleich nach dem Einstich, kommt es gar nicht erst zu Juckreiz. Aber auch dann, wenn Sie den Stich erst später behandeln, hilft die Hitzemethode zuverlässig.
  4. Ein kühlendes Gel* oder auch einfach ein kühlender Umschlag können den Juckreiz für einige Zeit mindern.
  5. Sind es sehr viele Stiche, können Sie ein Antihistamin wie z.B. Ceterizin* aus der Apotheke einnehmen.

Was hilft gegen Flohbisse beim Menschen?

Besser erst gar nicht gebissen oder gestochen werden.

Es ist am wahrscheinlichsten, daß Sie im Sommer draußen einmal von einem Floh heimgesucht werden, der Sie schon längst wieder verlassen hat, bis Sie nach Hause kommen. Haustiere jedoch können Flöhe in ihrem Fell in die Wohnung einschleppen. Daher können Flohbisse bei Menschen tatsächlich überall vorkommen. Die beste Vorbeugung ist dabei gründliche Haushygiene mit häufigem Staubsaugen besonders im Aufenthaltsbereich der Haustiere. Außerdem sollten sie Haustiere regelmäßig durchkämmen und auf Ungezieferbefall achten.

Mehr über Flöhe und Flohbisse

Weiterführende Infos zu Flohbissen beim Menschen und andere Insektenstiche

Mehr über die Hitzemethode gegen Insektenstiche finden Sie unter Hitze gegen Mückenstiche. Den elektronischen Stichheiler von Riemser Pharma bekommen Sie als Handgerät oder als Hosentaschenausführung*.

Auf unserer Hauptseite finden Sie einen Überblick über die Behandlung von Insektenstichen

Hier finden Sie den Wikipedia- Artikel über Flöhe.

Hier finden Sie einen Artikel über Flöhe im Haus vom Gesundheitsamt der Stadt Kiel.

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