Grasmilben beim Menschen (Herbstmilben)

Herbst- bzw. Grasmilben beim Menschen sind wie wanderndes Juckpulver. Was hilft?

Herbst- Grasmilben

Die Larven sind sehr beweglich und von rötlicher Farbe.

Grasmilben beim Menschen bekämpfen

Herbst- oder Erntemilbe, auch als Grasmilbe bezeichnet

Grasmilbenstiche

Oft findet man mehrere kleine Stiche beieinander.

Grasmilben beim Menschen

Bisse von Herbst- oder Erntemilben bzw. Grasmilben beim Menschen

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Antihistamin hilft gegen allergische Reaktion auf Grasmilbenbisse

Bitte beachten Sie: Die Texte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Sie ersetzen auf keinen Fall den Besuch beim Arzt.

Grasmilben beim Menschen sind in manchen Gegenden ein echtes Problem. Dort leidet mancher nach einem Aufenthalt im Freien unter wochenlangem, starkem Juckreiz. Dabei sind sehr kleine, manchmal auch pustelige Stellen auf der Haut zu finden.

Häufig liegen diese Stellen gut geschützt unter der Kleidung. Oft gibt es ein großes Rätselraten, worum es sich bei diesen juckenden Stellen handelt. Auch Ärzte stoßen dabei an ihre Grenzen. Denn leicht passieren Verwechselungen mit den Bissen von Bettwanzen, mit Flohbissen oder ähnlichem.

Die Stiche allein sind schwer von anderen Insektenstichen zu unterscheiden. Es sollten daher auch andere Faktoren betrachtet werden, die erst zusammen genommen deutliche Hinweise ergeben.

Oft jucken sie erst Stunden später, z.B. in der Nacht im Bett. Deshalb werden sie auch erst einmal gar nicht unbedingt mit dem Aufenthalt im Grünen in Verbindung gebracht.

Es geht um Herbstmilben und ihre Stiche oder Bisse. Und wie man Herbstgrasmilbenstiche behandeln kann.

Anmerkung: Im Internet findet man zum Teil selbst auf renommierten Seiten unrichtige oder falsche Darstellungen. Die Informationen auf dieser Seite habe ich gründlich recherchiert. ​Meine Empfehlungen für Grasmilben bei Menschen basieren entweder auf eigenen Erfahrungen oder auf amtlichen oder wissenschaftlichen Quellen. (siehe unten)

Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion unten, um Ihre Meinung oder eigene Erfahrungen mitzuteilen.

Die Herbstmilbe (Grasmilbe, Erntemilbe)

Wie Herbstmilben leben, und wo sie zu finden sind.

Herbstmilben oder Herbstgrasmilben werden oft auch fälschlich "Grasmilben" genannt. Andere deutsche Namen sind Erntekrätze, Erntemilbe, Herbstlaus oder Beiß. Der lateinische Name ist Trombicula, genau genommen "Neotrombicula autumnalis". Die Milben gehören zu den Spinnentieren, sind also keine Insekten.

Die häufige landläufige Bezeichnung "Grasmilbe" beruht auf einer Verwechselung. Die "wirkliche" Grasmilbe hat den wissenschaftlichen Namen "Bryobio Gramineum". Sie saugt tatsächlich nur an Pflanzen, an Gras zum Beispiel. Für Mensch und Tier ist diese absolut harmlos.

Grasmilben Herbstmilben Stiche behandeln

Foto: Larve der Herbstgrasmilbe (vergrößert).

Herbstmilben treten in vielen Ländern an manchen Orten massenhaft auf.

Diese Larven können problemlos einige Meter in wenigen Minuten zurücklegen. Also zum Beispiel die Entfernung von ihren Rückzugsorten zwischen den Pflanzen zu Ihrem sonnigen Lieblingssessel.

Die Verbreitung von Herbstmilben ist regional beschränkt. In Deutschland sind sie vor allem im Rheintal zu finden. Hauptsächlich leben sie dort in Gärten und Parks  im Umkreis der Großstädte.

Im Herbst treten sie bei uns in großer Zahl auf. Daher haben sie den Namen Herbstmilbe oder Erntemilbe. In den letzten 10 bis 15 Jahren haben sie sich in einigen Gegenden zu einer echten Plage entwickelt.

(Herbst-) Grasmilben Stiche oder Bisse erkennen

Herbstgrasmilben stechen nicht, sie beissen.

Grasmilben beim Menschen hinterlassen ihre Bisse an Armen und Beinen, auf Brust oder Schultern. Gehäuft können sie auch im Schambereich oder in den Achseln vorkommen. Besonders in warmen Körperregionen mit dünner Haut, da die Milben sich dort wohlfühlen und leichter zu ihrer Mahlzeit kommen.

Besonders unter eng anliegender Kleidung finden sich die Bissstellen. Unter der Unterwäsche oder den Strümpfen, unter dem Gürtel, unter Gummizügen von Wäsche usw.

Grasmilben beim Menschen

Bisse von Herbstmilben (Grasmilben)

Manche Menschen sind viel stärker betroffen als andere. Dies scheint zum einen von der Beschaffenheit der Haut abzuhängen, zum Beispiel ihrer Dicke und Widerstandsfähigkeit, zum anderen wird es auch mit Gerüchen und Ausdünstungen der Haut erklärt.

Auch wenn Menschen gebissen wurden, ist die individuelle Reaktion sehr unterschiedlich. Manche leiden furchtbar unter grässlichem Juckreiz, andere spüren nichts.

Und schließlich bilden bei wiederholten Bissen manche Betroffene eine Toleranz aus, so dass sie keinen Juckreiz mehr spüren. Während bei wieder anderen die Reaktion stärker wird und sich rote Quaddeln bilden, nachdem anfänglich nur kleine rote Pünktchen zu sehen waren. Auch eine Allergie kann ausgebildet werden.

Der Milbenbiss ruft rasch eine rötliche Hautreizung hervor. Meist ist diese Stelle relativ klein, vielleicht 1-3 mm im Durchmesser. Es können aber auch bis 1 cm große Quaddeln entstehen.

Manchmal hat man nur einen einzigen Milbenbiss. Häufig finden sich jedoch mehrere nahe beieinander.

Herbstgrasmilben Symptome

Herbstgrasmilben / Grasmilben Stiche erkennen, Bilder

Normalerweise verspürt man den Biss viel später, zum Beispiel erst nachts im warmen Bett. Dann wird er zunächst gar nicht mehr mit dem Aufenthalt im Grünen in Verbindung gebracht.

Denn erst nach einigen Stunden, manchmal erst nach 1-2 Tagen, entsteht bei Mensch und Tier oft Juckreiz. Dieser kann sehr quälend sein und bis zu zwei Wochen anhalten. Sehr empfindliche Menschen können sogar mit leichtem Fieber reagieren.

Grasmilben Gefahren

Grasmilben beim Menschen können Krankheiten übertragen.

In Deutschland brauchen Sie sich über eventuelle Übertragung von Krankheiten keine Gedanken zu machen. Hierzulande wurde noch nie festgestellt, dass man von Grasmilben mit Krankheiten infiziert werden könnte.

Im asiatischen Raum weiß man jedoch von der Übertragung einer Fieberkrankheit durch die Bisse der Milben.

Allerdings reizt der extreme Juckreiz stark zum Kratzen. Dabei besteht die Gefahr, dass die Hautoberfläche​ weiter verletzt wird und sich Entzündungen bilden.

Grasmilben im Garten erkennen

Wie zeigt sich ein Befall mit Grasmilben?

Ob Ihr Garten von Milben befallen ist? Das werden Sie wahrscheinlich am ehesten durch die häufigen Stiche nach einem Aufenthalt im Freien bemerken.

Die parasitären sechsbeinigen Milbenlaven sind mit 0,2 bis 0,3 mm winzig klein. Sie können sie daher mit dem bloßen Auge kaum erkennen.

Sie sind aber mit der folgenden Methode recht leicht zu entdecken. Legen Sie dazu weiße Kacheln oder weißes oder auch schwarzes Papier auf den Boden. Wählen Sie dafür verschiedene sonnige Stellen Ihres Gartens. Herbstmilben sammeln sich dort, weil sie die Wärme mögen.

Auf dem weißen oder schwarzen Hintergrund können Sie die Milben dann leicht beobachten. Sie sind als leicht rötliche, bewegte Punkt zu entdecken. Wenn Sie eine Lupe benutzen, können Sie sie recht gut erkennen.

Grasmilben beim Menschen bekämpfen

Mit einer Lupe sind die rötlichen Grasmilben gut zu erkennen.

Mit einigem Aufwand kann man auf die beschriebene Weise herausfinden, welche Stellen besonders befallen sind. Die Milben im Garten ganz loszuwerden, kann jedoch schwierig werden.

Biologie der Grasmilben

Genauer verstehen, wie Herbstgrasmilben leben.

Die Milben saugen nicht direkt unser Blut. Vielmehr kratzen sie bei Tieren und Menschen die Oberflächenzellen der Haut an. Die Herbst- oder "Grasmilben" stechen also eigentlich nicht, sondern sie beißen. Mit ihren Beißwerkzeugen ritzen sie die Haut geringfügig an. So entsteht eine kleine oberflächliche Wunde. Da diese Wunde nicht in die Tiefe geht, schmerzt sie nicht. In ihr sammeln sich Zellsäfte und Lymphe. Diese nehmen die Milben mit ihrem Saugrüssel auf. Daher werden sie als Poolsauger bezeichnet.

Die erwachsenen Milben haben 8 Beine. Diese leben völlig harmlos tief im Erdboden und überwintern dort. Ebenso wie die Nymphen ernähren sie sich von Pflanzensäften oder kleinen Insekten. Im Frühjahr legen sie an der Erdoberfläche jeden Tag etwa 15 Eier ab. Die Männchen leben etwa 2 Monate, die Weibchen bis zu einem Jahr.

Die sechsbeinigen Larven sind als Parasiten an der Oberfläche unterwegs. Dabei sind sehr beweglich und aktiv. Mit nur 0,3 bis 0,5 mm sind sie winzig klein. Dennoch bewegen sie sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 cm pro Minute. Da sie tagaktiv sind, ist nachts zum Glück kein Befall zu befürchten.

Grasmilben Stiche bekämpfen: Lebenszyklus Bilder

Leben der Herbstgrasmilben (Grasmilben, Herbstmilben, Erntekrätze)

Bei trockener Wärme ziehen sich gern an die schattig feuchten Stellen zwischen Pflanzen zurück. Nässe mögen sie jedoch ebenfalls nicht.

Zur Nahrungssuche sitzen sie auf der Lauer auf ein Wirtstier. Auf den Blattspitzen von Gräsern und Pflanzen sind sie dabei zu finden. Dort lassen sie sich im vorbei Streifen von Mensch und Tier mitnehmen.

Unter anderem befallen die Parasiten Vögel, Mäuse, Katzen, Hunde und eben auch Menschen. Allerdings ist der Mensch ein "Fehlwirt". Wenn sich Herbstmilbenlarven an einem Menschen ernährt haben, sterben sie ab.

Auf Tieren können sich die Larven in großer Zahl sammeln können. An Menschen werden sie jedoch schon nach wenigen Stunden nicht mehr gefunden.

Grasmilben im Garten bekämpfen

Was tun gegen Grasmilben?

Wenn Sie in Ihrem Garten Grasmilben bekämpfen wollen, müssen Sie für andauernden Erfolg mehrere Punkte beachten.

Man kann dann größere Mengen kochend heißes Wasser an diesen Stellen in den Boden gießen. Dies kann die Milben an dieser Stelle stark reduzieren. Solche Methoden können jedoch leider nur punktuell durchgeführt werden.

Nun könnte man sicherlich auf die Idee kommen, chemische Mittel großflächig einzusetzen. Vor allem spezielle Anti-Milben-Mittel (sogenannte Akariziden) kämen da in Frage. Allerdings bringt dieses Vorgehen nach Erfahrungsberichten nur wenig oder gar keinen dauerhaften Erfolg. Und dafür gibt es zwei einfache Gründe.

  • Erstens wäscht bereits der erste Regenguss die Chemikalien wieder fort.
  • Zweitens leben die Milben bis zu einem Meter tief im Boden, wo die Mittel erst gar nicht hin gelangen.

Obendrein töten Insektenvernichtungsmittel auch erwünschte Insekten. Dazu gehören dann unter anderem auch natürliche Fressfeinde der Milben, etwa Tausendfüßler.

Grasmilben beim Menschen- Gartenplatz

In schattig kühlen Gärten fühlen sich Herbstmilben wohl.

Falls Sie sich dennoch dafür entscheiden, dann sollten eine solche Maßnahme mit Chemie keinesfalls in die eigenen Hände nehmen. Überlassen Sie dies besser einem gewerblichen Schädlingsbekämpfer. Großflächiges Ausbringen von Insektenvernichtern ist für Laien nämlich aus gutem Grund verboten. Zu viele unterschiedliche Faktoren sind dabei zu beachten. Und zu groß sind auch die Gefahren für Gesundheit und Umwelt bei falscher Anwendung!

Gleichwohl haben anscheinend manche Leute in ihrem Garten durchaus Erfolg mit dem gezieltem Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln*. Da kommt es vielleicht auf einen Versuch an. Jedenfalls steigen Ihre Erfolgsaussichten, je mehr verschiedene Massnahmen sie miteinander kombinieren.

Welche Vorgehensweisen sind zu empfehlen?

Wir müssen im eigenen Garten überlegt und systematisch vorgehen. Nur so haben wir Aussicht auf Erfolg.

Dafür machen wir die Lebensbedingungen für die Grasmilben beim Menschen und in seiner Umgebung möglichst unattraktiv.

  • Milben scheinen sich an leicht feuchten, schattigen Stellen besonders zu auszubreiten. Halten Sie deshalb Pflanzen auf Abstand, so dass Luft und Sonne Zugang haben.
  • Bei Nässe ziehen sich die Milben in den Boden zurück. Wässern Sie daher Ihren Rasen, falls es sehr trocken ist.
  • Mähen Sie Ihren Rasen häufig, da die Milben sich gern auf den Grashalmspitzen aufhalten. Entsorgen Sie den Grasschnitt nicht auf den Kompost!
  • Vertikutieren Sie Ihren Rasen, um Moos zu entfernen, auf dem sich die Milben ebenfalls gern aufhalten.
  • Vertreiben sie Mäuse aus ihrem Garten, wenn er befallen ist. Entfernen Sie Mäusenester, da sie durch ihr Nahrungsangebot für die Parasiten zur Verbreitung beitragen.
  • Falls Sie einen Komposthaufen haben, dann setzen Sie ihn öfters um. Dort bauen sich auch Mäuse gern ihre Nester.
  • Halten Sie einen 2 bis 3 Meter breiten Streifen zum Haus pflanzenfrei, damit die Milben nicht ins Haus vordringen können.

Die Milben beißen ja nicht nur Menschen, sondern vor allem auch Tiere. Sowohl Ihre Haustiere wie Hunde und Katzen als auch Kleintiere im Garten sind betroffen, Vögel und Mäuse zum Beispiel. Besonders Mäuse scheinen die Herbstmilben zu verbreiten.

Gegen Herbstgrasmilben wird natürliches Neemöl oder Niemöl zur Zeit sehr beworben. Es wird im Kaltpressverfahren aus den Blättern des indischen Niembaums gewonnen. 

Was weiter oben über das Problem gesagt wurde, Insektenvernichter wirksam einzusetzen, gilt natürlich auch hier.

Darüber hinaus findet das Bundesamt für Verbraucherschutz warnende Worte. Zwar ist Neemöl ein reines Naturprodukt. Das heißt jedoch nicht, dass man es unbedenklich einsetzen kann. Zum Einsatz von Neemöl in heimischen Gärten liegen jedenfalls noch nicht genügend Erkenntnisse vor. 

Neemöl ist frei verkäuflich. Einige Anwender berichten, dass sie damit Erfolg hatten. Es soll nach den Angaben der Verkäufer für Menschen und Tiere unschädlich sein. Wenn Sie es ausprobieren wollen, können Sie es bei Amazon kaufen*.

Übrigens gilt, was hier über Neemöl gesagt wurde, auch für das aus den Blüten von Chrysanthemen natürlich gewonnene ​Insektizid Pyrethrum*. Sei sie sparsam im Umgang und verlassen Sie sich nicht blind auf Aussagen, die diese Mittel als unschädlich bezeichnen. Immerhin haben sie eine tödliche Wirkung, deretwegen sie ja auch eingesetzt werden...

Grasmilben bekämpfen Sie am besten, wenn Sie möglichst viele der verschiedenen Faktoren berücksichtigen und unterschiedliche Massnahmen miteinander kombinieren!

Milben im Haus bekämpfen

Was tun gegen Grasmilben im Haus?

Um eine Einschleppung in Ihr Heim müssen Sie sich zum Glück normalerweise keine größeren Gedanken machen. In Häusern und Wohnungen überleben Grasmilben in den allermeisten Fällen nur kurze Zeit.

Allerdings berichten auch einzelne Betroffene von anderen Erfahrungen. So kann es vorkommen, dass Sie bei erneuter Benutzung befallener Kleidung​ doch auch Tage oder gar Wochen später wieder erneute Bisse bekommen. Im Zweifel also Kleidung und Schuhe heiß waschen oder desinfizieren.

Es scheint (selten) auch vorzukommen, dass Milben im Bereich von vielen Zimmerpflanzen längere Zeit überleben. Falls Sie den Verdacht darauf haben, sollten Sie vielleicht nicht zu viele Pflanzen in Ihrem häuslichen Aufenthaltsbereich halten.

Es gibt eine speziell gegen Milben entwickelte Sprühlösung*. Diese können Sie im Haus benutzen, wenn Sie da auf Nummer Sicher gehen wollen.​

Grasmilbenstiche vermeiden

Mittel gegen Grasmilben beim Menschen.

Mit verschiedene Möglichkeiten können Sie die Stiche oder Bisse von Grasmilben beim Menschen verhindern.

  • Achten Sie auf gut schließende Kleidung. Dadurch lassen Sie die Insekten erst gar nicht an Ihren Körper heran. Zum Beispiel indem Sie Stiefel tragen oder die Hosenbeine in die Socken hinein schieben.
  • Wenn Sie später ins Haus gehen, dann wechseln Sie die Kleidung. Um sicher zu gehen, geben Sie sie in die Wäsche bei 60° C.
  • Auch eine Dusche ist geeignet, eventuell mitgebrachte Milben fortzuspülen und vom Körper zu entfernen. Teilweise reicht schon das fließende Wasser, um sie fortzuspülen.
  • Nach anderen Berichten kann es aber auch sein, dass erst viel Schaum effektiv hilft.

Milben- und Zeckenbiss verhindern durch hohe Stiefel

Milbenbisse: Stiefel oder Gummistiefel verhinden Milbenstiche.

Manchmal hilft leider auch schützende Kleidung nicht. Im Gegenteil wird zum Teil auch gerade luftige Kleidung empfohlen. Es wird von Kindern berichtet, die splitternackt im Garten gespielt haben und keinerlei Stiche bekamen. Wenn Milben am Körper eines Menschen sind, suchen sie gern Stellen unter eng anliegender Kleidung auf, z.B. unter dem Gürtel, unter Gummizügen von Wäsche usw.

Davon abgesehen sind Repellents wie Anti-Brumm* oder NOBITE* zu empfehlen. Solche DEET- haltigen Mittel halten Ihnen Herbstgrasmilben und andere Plagegeister in der Regel für mehrere Stunden erfolgreich vom Hals. Damit bleiben Ihnen die lästigen Bisse in vielen Fällen erspart. Sprühen oder reiben Sie daher Füße, Knöchel und Beine damit ein. Sie können außerdem Socken und untere Hosenbeine damit behandeln. Jedoch ist diese Methode nicht für den Dauergebrauch geeignet. Auch bei kleinen Kindern unter zwei Jahren sollten diese Mittel nicht verwendet werden.

Fraglich ist die Empfehlung, die Kleidung mit dem Insektengift Permethrin* zu besprühen. Dies ist ohne Frage sicherlich wirksam. Es ist frei verkäuflich. Dennoch ist dieses "pflanzliche Naturgift" absolut nicht harmlos. Es sollte in jedem Fall immer mit großer Vorsicht verwendet werden.

Bitte kommen Sie nicht auf die Idee, Insekten- abwehrende Bänder für Haustiere* zu tragen. Diese gibt es für Hunde und Katzen. Sie wirken recht zuverlässig. Für Menschen jedoch sind sie gesundheitsschädlich!

Grasmilben beim Menschen

Grasmilben Bisse Behandlung

Wenn Sie Grasmilbenstiche am Körper haben, ist das Hauptproblem für die meisten Menschen der furchtbare Juckreiz.

Wichtig: Trotz allem NICHT KRATZEN. Damit verletzen Sie die Haut weiter. Der Juckreiz lässt nur sehr kurzzeitig nach. Und obendrein handeln Sie sich möglicherweise noch eine Infektion ein!

  • Sehr guten Erfolg bringt die Wärmebehandlung. Dafür benutzen Sie am besten einen elektronischen Stichheiler. Auch eine andere Wärmequelle wie zum Beispiel eine heiße Kaffeetasse, ein erhitzter Löffel oder ähnliches können Sie dafür verwenden.
  • Eine Einreibung mit Alkohol (70%) oder einfacher mit fertigen Alkoholpads kann den Juckreiz lindern. Dies wirkt durch den kühlenden Effekt des verdunstenden Alkohols.
  • Auch Einreiben mit Jakutin N soll gegen den Juckreiz helfen. Für dieses Mittel brauchen Sie ein Rezept vom Arzt.
  • Kühlung mit einem feuchten Umschlag, eine lindernde Salbe oder ein Gel aus der Apotheke können ebenfalls helfen, das Jucken erträglicher zu machen.
Insektenstiche behandeln mit Bite Away Sticheiler

Hitzebehandlung gegen (Herbst-)grasmilben Bisse oder Stiche mit Bite Away Stichheiler

Bei einer großen Anzahl von Bissen kann der Juckreiz so unerträglich sein, dass ein Antihistaminikum* aus der Apotheke in Frage kommt. Solche Mittel, z.B. Ceterizin, sind ohne Rezept erhältlich. Sie sollten sie aber nicht dauerhaft einnehmen. Erkundigen Sie sich besser bei Ihrem Arzt oder Apotheker und beachten Sie den Beipackzettel.

Weitere Anwendungshinweise finden Sie auf unserer Hauptseite Insektenstiche behandeln.

Mehr Infos zu Grasmilben beim Menschen

weiterführende Links

Mehr über Insektenstiche und ihre Behandlung.

Merkblatt der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft über Hautreaktionen auf Milbenbisse.

Sie finden hier eine wissenschaftliche Untersuchung über Herbstmilben, auch zu Möglichkeiten der Bekämpfung.

Vom thüringischen Umweltministerium gibt es ein amtliches Merkblatt.

Vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg wurde eine detaillierte Information über Krätzemilben veröffentlicht.

Ebenfalls von der Gartenakademie Rheinland-Pfalz Informationen über Herbstgrasmilben in dieser Gegend auch Beiß genannt.

Untersuchungen über Herbstmilben und Bekämpfungsmöglichkeiten von Arne Schöler, Rheinische Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn.

Gesundheitsinformation des Rhein-Erft-Kreises über Herbstmilbenbekämpfung.

Übersicht mit Bildern von parasitären Milben der Universität von Kalifornien.

Einzelne Artikel zu verschiedenen Milben auf dieser englischen Seite.​

Merkblatt zum Einsatz von Neemöl vom Bundesamt für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin BGVV.

Stichworte für diese Seite: „Milben beim Menschen“, „Grasmilben Stiche erkennen“, „Herbstmilben Milbenstiche“, „Herbstgrasmilben Stiche behandeln“

Ich heiße Uwe und gebe hier meine Erfahrungen mit Herbstmilben weiter.

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Manfred Graf - 27. Februar 2017 Reply

Ihre Beschreibung und die Bilder waren für mich sehr hilfreich.
Ich konnnte die juckenden Punkte auf meiner Haut im Nachhinein als Folge der Reinigung meines Meisennistkastens erkennen.
Bei dieser Reinigung hatte ich ziemlich viel Staub auf Oberkörper und Arme abbekommen.
Inzwischen sind die Punkte nach zwei Tagen wieder am Abklingen

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    Uwe - 28. Februar 2017 Reply

    Danke für Ihren Kommentar!
    In Nistkästen kommen auch Flöhe häufiger vor.
    Mehr zu Besiedelung und Pflege von Nistkästen unter
    http://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/nistkaesten/02714.html

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Andi Hofman - 24. März 2017 Reply

Hallo!

Abtöten der Nissen auf der Haut: Da ist die Hobbythek ja erste Wahl. Leider der Versandweg zu langsam.

Würde denn auch S.O.S Läuse-Shampoo tun? Das ist auch Niem-Öl-basiert.
Das wäre eine zwar für Kopflausnissen gedachte Behandlung, aber anwendungsfertig und hautverträglich und bei DM.de ohne Versand vor Ort zu haben. Kostet z.Zt ca 8EUR. Sicher braucht man minimale Mengen. Den Rest kann man dann ja einer Kita spenden, die brauchen das so alle Jahre mal für den eigentlichen Zweck 😉
Aus meiner Erfahrung gibt es nichts besseres, was tatsächlich die Larven tötet und mich heile lässt.
(Nicht bei Katzen anwenden, Niem schadet ihnen.)

Außer bei Läusen Etopril, welches eine Mischung aus dünnflüssigem, flüchtigen und etwas zähflüssigerem, nichtflüchtigen Silikonöl darstellt. Der Trick bei den Läuse-Nissen ist, dass sie die Lösung nicht erspüren, wie bei Wasser, und damit ihre Atemlöcher nicht verschließen können. Das Öl dringt ein und die Nissen ersticken. Das funktioniert mit keinem anderen Öl, zweimalige Anwendung (nach 14d), und fertig.
Wäre natürlich interessant, ob die Mischung auch in die geknabberten Stichkanäle der Haut, in denen die Larven arbeiten, eindringen würde (oder bleiben die an der Oberfläche?) und sie ersticken könnte. Dabei könnte halt noch mal wie bei Zecken der juckreizauslösende Speichel abgesondert werden.

Vielleicht überschätze ich auch die Notwendigkeit, auf der Haut zu desinfizieren, und das Alkoholtuch tut es völlig.
Ich hatte das Gefühl, dass gerade bei dickerer Haut es etwas länger dauern kann, bis die Larve verschwindet, und auch nicht nach wenigen Stunden schon, und nicht freiwillig.

In unserer Familie kamen die Stiche halt über einige Tage zum Vorschein, wo die Gartenarbeit, die die Stiche bescherte, schon Tage her war, aber es mag sein, dass sich einige Larven an Kleidung/Stoff festgehalten haben, wo wir es nicht vermutet hatten, und gar nicht in der Haut.

Könnten die Milben zu einem gekippten Fenster aus einem Holzstoß vor der Tür hereinkrabbeln? Ich halte das für unwahrscheinlich, aber die Diskussion war da 😉

Bettwäsche haben wir dann gewaschen, einen Tag zu spät…

…da wir diese tolle informative Seite nicht sofort gefunden hatten !

Vielen Dank dafür auf jeden Fall.

Gruß!

Andi

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    Uwe - 24. März 2017 Reply

    Hallo Andi, vielen Dank für die Schilderung Ihrer Erfahrungen.
    Ich selber habe Läusemittel gegen Milben bisher noch nicht getestet, da die oben beschriebenen Maßnahmen zum Glück immer ausreichend waren.
    Das SOS Läuse-Shampoo hat bei Amazon eine ganze Menge mehr und bessere Rezensionen als EtoPril. Jedoch ist bei beiden auf die richtige und umfassende Anwendung zu achten. Jedenfalls ist dies bei der Anwendung gegen Läuse offenbar häufig ein Grund für Misserfolg.
    Dass Herbstmilben zum Fenster hereinmarschieren, ist auch nach meiner Meinung äußerst unwahrscheinlich. Allerdings ist mir auch keine wissenschaftliche Untersuchung bekannt, die das Gegenteil bewiesen hätte 😉
    In welcher Gegend haben Sie Ihren Garten?

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Leo Benda - 23. April 2017 Reply

Hallo!
Die Infos sind Hilfreich, aber die Milben sind jetzt auch aktiv, drum ist „Herbstmilbe“ nicht ganz passend. Ich habe schlimme Feiertage hinter mir. Nach dem vertikutieren eines Rasenstücks und dem entsorgen des Grünabfalls. Die ganzen Unterarme zerbissen. Mein Arzt gab mir Infectoscab 5%, jetzt ist es erträglich.

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    Uwe - 29. April 2017 Reply

    Hallo Leo, scheint also ob die Milben sich nicht mehr an die Jahreszeiten halten…
    Infectoscab ist ja ein Mittel gegen Scabies, hilft also gegen Krätzemilben. Die Anwendung gegen Herbstmilben ist mir nicht bekannt und leuchtet mir auch nicht recht ein.
    Freut mich aber natürlich, dass es geholfen hat.

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Köhler - 24. Mai 2017 Reply

Hallo, ich habe meine Bißstellen jetzt, nach vielen anderen erfolglosen Versuchen, mit Aloe Vera Blättern eingerieben. Der juckreiz ist dadurch verschwunden.

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    Uwe - 25. Mai 2017 Reply

    Man hört letztens immer öfter von Milbenbissen schon im Frühjahr. Super, wenn Aloe Vera Ihnen helfen konnte.

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